Herzlich Willkommen

Schule mit Herz

Gemeinsam sich und anderen etwas Gutes tun…das war die Intention des Spendenlaufs der Schüler im Rahmen des fünfzigjährigen Schuljubiläums der Regelschule Räsa/ Unterbreizbach. Alle liefen für den guten Zweck und ließen sich pro Kilometer sponsern. Die Sponsoren – Eltern, Großeltern, Verwandte, Firmen, Handwerksbetriebe spendeten einen vereinbarten Betrag pro Kilometer und am Aktionstag liefen dann alle so viele Runden wie möglich. Und die Schüler zeigten wahrlich Eifer. So manchem mussten die Lehrer regelrecht Einhalt gebieten. Es dauerte eine ganze Weile bis die Sponsorengelder bei den Klassenlehrern oder auf dem Konto des Schulfördervereins eintrudelten, aber letzte Woche konnte man einen Strich unter die Endsumme setzen. 3502 Euro. Während einer Schülervollversammlung wurde darüber diskutiert, wem der Betrag letztendlich zukommen solle. Im Vorfeld war man davon ausgegangen, dass ein Teil des erlaufenen Geldes für die Gestaltung des Schulhofs verwandt wird. Während der Diskussion meldete sich ein Schüler mit den Worten: „Wir sind nicht damit einverstanden, dass ein Teil des Geldes in die Schule fließt, denn wir haben doch schon alles… Die kranken Kinder haben es eher verdient.“ In der Abstimmung wurde der Vorschlag durch die Schüler mehrheitlich angenommen. Man beschloss, den Betrag zu halbieren und an zwei Einrichtungen zu spenden: an das Kinderhospiz Mitteldeutschland sowie den ambulanten Hospizdienst des Wartburgkreises, der gegenwärtig 23 kranke Kinder und deren Familien betreut. Voller Freude nahm Johanna Weymar, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes des Wartburgkreises, den Scheck entgegen und bedankte sich im Namen der Kinder.

Matthias Münch, Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland, nahm voller Dankbarkeit den zweiten Teil des Erlöses des Spendenlaufs der Schulgemeinschaft im Namen der erkrankten Kinder und deren Familien entgegen. Mit der Spende von 1751 Euro an das Kinder-und Jugendhospiz in Tambach-Dietharz unterstützt die Schule die Aktion „Antenne Thüringen Weihnachtsengel“. Stellvertretend für die Schulgemeinschaft nahmen die Schüler der Klasse 10a die Ehrenurkunde „Schule mit Herz“ aus den Händen von Matthias Münch entgegen. Sie waren während der Vorbereitung und Durchführung des Fünfzigjährigen Schuljubiläums immer wieder besonders aktiv in Erscheinung getreten. Im Vorfeld informierte Matthias Münch, ehrenamtlicher Spendenengel, über die Hospizarbeit. Er klärte darüber auf, warum das Kinderhospiz auf Spenden angewiesen ist und dass besonders die Schulen aktiv an der finanziellen Unterstützung der Kinder und ihrer Familien beteiligt sind.

50 Jahre Schule - wahrlich ein Grund zum Feiern

50 Jahre Schulstandort Unterbreizbach. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist, dachten sich alle, die mit ihrer Schule vorgestern, gestern und auch heute eng verbunden waren und sind. .
Und so ließ es die Schulgemeinschaft anlässlich des Jubiläums  richtig krachen.

Den Auftakt bildete der Inklusionstag mit den Thuringia Bulls. Die Rollstuhlbasketballer sind sozusagen die „Bayern des Rollstuhlbasketballs…Deutsche Meister, Champions League Gewinner. Diese Sportler, alle mit einem Handicap, haben die Schulgemeinschaft sehr berührt und   gezeigt, dass ein Mensch so viel mehr ist, als das was er auf den ersten Blick zu sein scheint.

Die eigentliche  Festwoche begann dann mit einem Aktionstag, an dem die Schülerinnen und Schüler dem  Schulgelände sowie dem Schulhaus mit Eimer Lappen, Besen Heckenschere etc. richtig zu Leibe rückten.
Ein weiteres Highlight: der  Sponsorenlauf  der Schüler zugunsten schwerstkranker Kinder. Alle liefen für den guten Zweck und ließen sich pro Kilometer  sponsern. Die Sponsoren, z.B. Eltern, Großeltern, Verwandte, Firmen, Handwerksbetriebe, spendeten einen vereinbarten Betrag pro Kilometer und am Aktionstag liefen dann alle so viele Runden wie möglich. Und die Schüler zeigten wahrlich Eifer. So manchem mussten  die Lehrer regelrecht Einhalt gebieten.

Zum Festkommers hatten mehr als 100 ehemalige Lehrerinnen und Lehrer sowie Vertreter der Kooperationspartner der Schule, die Bürgermeister und Ortsbürgermeister, die Vertreter der Kindergärten und Schulen,  Vertreter des Amtes für Schule und Sportförderung und  des Landratsamtes  den Weg in die Regelschule gefunden. Unter ihnen auch vier ehemalige Schulleiter. Alle mit Erinnerungen im Gepäck und vielen Anekdoten auf den Lippen. Und  so schwelgte man in Erinnerungen ….
Übrigens, zu Beginn der Festveranstaltung stand eine besondere Gratulantenschar vor der Tür, die jüngsten Einwohner der Gemeinde Unterbreizbach, Kinder des Kindergartens mit ihren Erzieherinnen , die es sich nicht nehmen lassen wollten, zu gratulieren. „Ein gutes Omen für die Zukunft.“, befand Schulleiterin Gabriele Hörschelmann.

Was wäre ein Geburtstag ohne Geschenke. Das Geschenk  an die Schüler war zweifelsohne das Schulfest.

Startschuss für das Schulfest war eine Alarmübung  und kurz vor neun ertönte dann die Sirene durch das Schulhaus. Feueralarm…. Und so begab man sich geordnet zum Stellplatz. Lautstark, mit Blaulicht und Sirene  rückten die Freiwillige Feuerwehr Unterbreizbach sowie die  Werksfeuerwehr von Kali und Salz an. Aus einem Fenster des  oberen Stockes des Schulgebäudes sah man eine Rauchwolke  und voller Panik schrie und winkte der Neuzugang im Lehrerkollegium, Ingo Grebe, aus dem Fenster. Mittels Drehleiter wurde  er aus dem brennenden Gebäude geborgen und unter Beifall der gesamten Schülerschaft sicher zu Boden befördert. Das anschließende  Schulfest, ein 14 Stationen Betrieb, umfasste eine ganze Bandbreite von Aktivitäten. Mit von der Partie… die beiden Feuerwehren, die  die Rettung aus Autowracks simulierten oder die Schüler mittels Feuerlöscher kleinere Brände löschen ließen. Die Musikschule Bad Salzungen mit Stephanie Ihling, die verschiedene Instrumente zum Ausprobieren im Gepäck hatte. Hans Römhild, unter dessen fachkundiger Anleitung sich die Schüler an Sportbögen ausprobierten. Es gab ein Riesendart, ein Künstleratelier, einen Corn Hole Contest, Riesenmikado, Stelzenlauf, Kinderschminken, die Caritas stellte Buttons mit dem neuen Schullogo her und vieles mehr. Die Versorgung erfolgte aus der Gulaschkanone, die Torsten Blase mit Nudeln und Tomatensauce gefüllt hatte.  Am spektakulärsten aber war zweifelsohne die Aktion der Feuerwehr Unterbreizbach, die die Schüler per Drehleiter 30 Meter in luftige Höhen beförderte, was einen grandiosen Blick auf die Gemeinde bzw. das Schulgebäude eröffnete.

Aber Geschenke gab es auch für  die gute alte Dame, das Gebäude selbst. Denn so wie der Jubilar, der sein Jubiläum in einem festlichen Outfit begeht, so hatte sich auch das Schulgebäude aufgehübscht. Im Vorfeld dieses Jubiläums wurde die Fassade ausgebessert  und es entstanden zwei Sitzareale für die Schüler. So eine Chillarea hatten  sie  sich schon lange gewünscht und nun zieren zwei neu gepflasterte Flächen und insgesamt 12 Bänke, alle aus recycelten Material, den Bereich rechts und links des Haupteingangs.

Der Tag der offenen Tür am Samstag bildete den Schlusspunkt der Veranstaltungen der Festwoche. Ungebrochen der Besucherstrom an diesem Vormittag und auch viele ehemalige Schüler fanden den Weg in ihre alte Schule.

Neben all den Wohltätern und Wohltaten, die die Schulgemeinschaft anlässlich des Jubiläums  erleben durfte, setzt die Schulleiterin am Ende ihrer Rede einen Namen, eine Institution, ganz oben auf die Liste: Uwe Borger und den Schulförderverein. „Ohne Uwe Borger und den FÖV hätte es das Jubiläum in dieser Form nicht gegeben.“, so die Schulleiterin. „Allein der bürokratische Aufwand hatte, was die Anzahl der Seiten betrifft, den Umfang einer Doktorarbeit und wieviel das Ganze in Stunden ausmacht, das wage ich mir gar nicht auszumalen.“

Über diese Festwoche hinaus, besteht die Möglichkeit, einzutauchen in die 50 jährige Schulgeschichte, zu sehen in zahlreichen Dokumentationen im Heimatmuseum Unterbreizbach. Sehenswert ist auch  die Ausstellung in der Gemeindeverwaltung Räsa mit Arbeiten aus dem Kunstunterricht der Regelschule  bis zum Ende dieses Jahres.                                                    

Was bleibt, sind die Erinnerungen an erlebnisreiche Tage und das Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Möglich nur durch viele helfende Hände , kreative Köpfe und durch wohlwollende Unterstützung verschiedenster Art. Dafür ein herzliches Dankeschön.

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